Anregung: Tagestrip zum Panarbora Naturerlebnispark

Wenn einer eine Reise tut … kann er bekanntlich viel erleben! – Schönstes Maiwetter und die Neugier, ein wenig mehr von der Siegburger Umgebung zu erkunden waren dem Autor Gründe genug, sich an einem Sonntagmorgen aufs Fahrrad zu schwingen. Mit der Regionalbahn RE9 Richtung Siegen und nach Umstieg in den Bus nach Waldbröl am Bahnhof Schaldern, erreichte der Autor schließlich nach ca. 80 Minuten den Startpunkt dieses Tagestrips: den Panabora Naturerlebnispark bei Waldbröl (www.panarbora.de).
Herzstück des Parks ist ein 40m hoher Aussichtsturm in Massivholzbauweise, eine Augenweide für Freunde des Zimmermannhandwerks.

Dieser Turm ist Ausgangspunkt für einen „Baumwipfelpfad“ durch den nahegelegenen Wald. Rund 10m über dem Waldboden gelegen bietet dieser Rundweg an Schautafeln Informatives zum Thema Wald und Natur sowie schöne Ausblicke ins Bergische Land! Im Freigelände des Parks sind ein Kräutergarten angelegt – interessant für die Küchen- und Gartenfreunde –, ein Heckenirrgarten (noch im Wachstum begriffen) sowie ein kleiner Abenteuerspielplatz.

Schließlich bietet die integrierte Jugendherberge im Haupthaus sowie in den Hütten der „kontinentalen“ Erlebnisdörfer zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Sie runden das Angebot dieses für Groß und Klein interessanten Freizeitangebotes ab.
Der Park Panabora liegt in unmittelbarer Nähe des Knotens 77 im Knotenpunktsystem der RadRegionRheinland (mehr Infos hierzu unter www.radverkehrsnetz.nrw.de ).

Die ersten rund 10km Richtung Knoten 55 verlaufen längs des Höhenzugs „Der Nutscheid“, anfangs auf Asphalt, später auf befestigten Schotter- oder Waldpisten. Mäßig anstrengende kurze Anstiege wechseln sich mit langgezogenen Gefällestrecken ab, der verkehrsruhigste Abschnitt der Tour. Erste Einkehrmöglichkeit bietet das „Landhaus Höhe“ bei Altenherfen, inkl. Sonnenterrasse (www.landhaus-hoehe.de).
Vom Knoten 55 geht es in zügiger Schussfahrt ins Brölbachtal nach Ruppichteroth (Knoten 54). Dem Verlauf des Waldbrölbachs folgt man dem Radweg neben der B478. Kurz hinter Knoten 52 biegt man rechts ab. Nach zwei mittelschweren Anstiegen schließlich in Hülscheid angekommen darf man eine schöne Aussicht ins Siebengebirge genießen.

Hinter Hülscheid leitet einen das insgesamt gutbeschilderte Radwegenetz auf die Hauptstraße Richtung Neunkirchen/Knoten 42.
Von Neunkirchen geht es in ordentlicher Schussfahrt ins Wahnbachtal.

Es folgt ein etwa 2km langer Anstieg auf der B507 Richtung Pohlhausen, auf diesem Teilstück leider ohne Radweg. Man kann aber auf halber Strecke die B507 Richtung Bruchhausen verlassen und über die Bruchhausener Straße ebenso nach Pohlhausen gelangen. Hier erwartet einen dann eine angenehme Erfrischung an der Bockenbuscher Milchtankstelle, auf der Rückseite des Gasthauses „Bockenbusch“ gelegen.

Sie wird seit 2010 betrieben und bietet 24h lang gekühlte, frische Rohmilch (zu einem vertretbaren Mehrpreis). Zudem sind die Stallungen der Kühe und Kälber frei einsehbar. Wer einem Landwirt etwas Gutes tun und seinen Kindern zeigen möchte, wo die Milch in Wahrheit herkommt (eben nicht aus dem Supermarkt), schlägt hier zwei Fliegen mit einer Klappe.
Die verbleibenden rund 10 der insgesamt knapp 40km langen Tagestour rollt man bequem neben der B56 nach Siegburg.
Was bleibt an Erlebtem? – Viel Natur, angenehm gestärkte Radfahrermuskulatur und die Lust auf einen weiteren Kurztrip ins Bergische!

Tagestrip Panarbora – 2019-06
Text und Bilder: Michael F.

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