Gedenken an einen lieben Freund

Licht und Schatten fallen oft zusammen und manche Dinge im Leben müssen wir ertragen, aber wenigstens gemeinsam. Wir trauern um unseren lieben Freund Martin, der Ende Februar plötzlich verstarb.
Es ist schwer zu beschreiben, welche Gefühle diese furchtbare Nachricht auslöste. Wir sind sehr traurig über den Verlust eines lieben Freundes, aber zutiefst unglücklich angesichts seiner Kinder, die ihren Vater verloren haben und seiner Ehefrau, die ihren Mann beerdigen muss. Es fühlt sich vollkommen falsch und verkehrt an und ist doch leider wahr.
Wir erkennen unsere Verantwortung für ein bewußtes, glücklickes und schönes Leben – an jedem einzelnen Tag, der uns geschenkt wird. Bleiben wir achtsam und dankbar.

2 Gedanken zu „Gedenken an einen lieben Freund

  1. HC Ahlmann

    Licht und Schatten bedingen einander. Man kann nicht das Licht des Glücks, einer Familie, einer Freundschaft, einer Kanufahrt, eines pointierten Gedankens erfahren und schätzen, ohne den Schatten des kommenden Verlusts zu gegenwärtigen. Der Verlauf vom Gewinn zum Verlust ist zwangsläufig, vorgeschrieben, unumstößlich, steht jedem von uns bevor und wird keinem gefallen. Wir können weder uns selbst noch andere vor solchem Verlust bewahren, auch wenn wir hadern, leugnen, verdrängen, glauben oder trösten; der Verlust erscheint dann plötzlich, falsch, verkehrt, dabei ist er absehbar und nur der Zeitpunkt des EIntreffens unbestimmt. Daraus folgt der Imperativ, sich am Leben, am Augenblick zu freuen statt gleichgültig, in diffusem Grau dahinzutreiben.

    Uns bleiben Erinnerungen an Martin, wie seinen ersten, sehr stillen Auftritt beim Stammtisch Auf der Arken, ein Gespräch im letzten Sommer bei der Kanutour über seine Krankheit und daher eingeschränkte Lebenserwartung, die seinen Tod unbestimmt absehbar machte, ihn aber – zumindest in jenem Moment – nicht hadern, leugnen oder verdrängen ließ, oder den Trauerredner, der mit drolligen Bildnissen von Computer und Navi seinen Lebensweg zu beschreiben versuchte und jedes Schlagloch mitnahm. Ich freue mich, Martin ein ganz kleines bißchen kennengelernt zu haben, mit ihm am Tisch gesessen, gegessen, getrunken und geplaudert zu haben und hoffe, dass die Erinnerungen noch eine Weile halten.

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    1. HC Ahlmann

      Manchmal werden Erinnerungen angestoßen, bevor Totensonntag ist. Heute liest man vom Tod Leonard Cohens, dessen Halleluja auf Martins Beerdigung gespielt wurde.

      Now I’ve heard there was a secret chord
      That David played, and it pleased the Lord
      But you dont really care for music, do you?
      It goes like this, the fourth, the fifth
      The minor falls, the major lifts
      The baffled king composing Hallelujah

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