Das ist kein Mond. Das ist eine Raumstation!

Als 1978 Star Wars IV „Eine neue Hoffnung“ im Kino lief, lebte ich als Bub auf dem Land, wo Fuchs und Hase sich abends Gute Nacht sagten. In meinem Dorf gab es kein Kino und im Dorf nebenan auch nicht. Der Film lief also ohne mich und ich hab’s nicht mal gemerkt.

Dennoch habe ich die Episoden IV bis VI in den Achzigern gesehen. Nachmittags im Schülerfreizeitbereich meiner Schule mit um die Vierzig Mitschülern, von VHS-Kasette auf einer 80cm-Röhre. (Wer von Euch alten Säcken erinnert sich an den rollbaren Medienschrank seiner Schule?) Und erstaunlich – wie still so viele Kinder in einem Raum sein konnten!
Nachmittags spielte ich stundenlang mit LEGO, versunken in Gedanken an Raumschiffe und wilde Action. Immer zu wenige Steinchen, meistens leider nur blau, weiß und rot!

Natürlich bin ich mit diesem Trauma nicht alleine. Vielen Jungs ging es damals wie mir, einige davon sind heute am PAPI-Stammtisch zu finden und zusammen haben wir unseren Spieltrieb ausgelebt: mit dem gemeinschaftlichem Bau des LEGO Todessterns!

Zur aktustischen Untermalung liefen auf der Glotze im Hintergrund „Rouge One“ und „A new hope“. Sehr gelungen finde ich übrigens, wie nahtlos deren Handlung ineinander greift. War 2016 ein geiles Gefühl im Kino!

Für den Zusammenbau der über viertausend Teile bildeten wir Teams, bei denen abwechselnd einer die Steine des Anleitungsbildes suchte und der andere sie verbaute. Dazu wurde auch die PDF-Version der Bauanleitung auf einem Tablet betrachtet. Das andere Team nutzte das originale Ringbuch.

Die ganzen Steinchen waren in vielen nummerierten Beuteln und Tütchen verpackt, jeweil mehrere für einen der zehn Bauabschnitte. Tipp: Es hat sich bewährt, viele mittelgroße Klarsichtboxen für die Steinchen bereit zu halten, da man sie beim Suchen besser durchwühlen kann.
Dennoch haben wir es nicht geschafft, an einem Abend fertig zu werden.

Während des Zusammenbaus fielen immer wieder rafiniert gestaltete Details ins Auge, die man im Film gesehen hat und nun in Miniatur nachbaute. Schiebetüren, Fahrstuhl und Aufzug, Gefängnis, Müllschacht und -presse, der Fangstrahl, der Hangar, die Turbolaser … Das Modell bietet viel zu entdecken. Ein echter Hingucker!

Vielen Dank für die Hilfe der Mitbauer. Der gemeinsame Abend war ein Riesenspaß.
Möge die Macht mit Euch sein!

Text: Tim Stegemann
Bilder: Tim, Markus, Mika

Ein Gedanke zu „Das ist kein Mond. Das ist eine Raumstation!

  1. Mitch

    Bin zwar nur knapp vier Jahre jünger als der Verfasser, aber zu der Zeit gab es schon auch durchsichtige Steine, die Farben gelb und grau (Mondbasis!). Nicht zu vergessen die grünen Tannen und Laubbäume. Am Trauma bin ich wohl gerade eben vorbei geschliddert. Eine schöne Aktion der PAPIS, mal was „mit Herz“, Spannung und Spiel. Nur die Schokolade hat gefehlt.

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