Archiv des Autors: Tim Stegemann

Als nächstes…

Happy Birthday! Zehn Jahre gibt es unseren lebhaften Stammtisch nun, neue PAPIs finden ihren Platz in unserer Runde und zusammen haben wir viele Ideen auf Lager, was wir in Zukunft miteinander unternehmen möchten. Komm und mach mit!
Oder schau Dir unseren PAPI-Filmtrailer an! (20MB)

Hier ist unsere Aktivitätsvorschau:
abhängig von den jeweils geltenden Corona-Regeln
Datum (Tag) – Aktivität (Ort / Stichwort / Orga)
05.11.2000 (Do) – 122. PAPI-Stammtisch (Siegburg/Fleisch/Frank)
13.11.2020 (Fr) – PAPI-Whisky Tasting (Schottlands Regionen/Tim)
03.12.2020 (Do) – 123. PAPI-Stammtisch (?/?/?)
in Vorbereitung – PAPI-Billard (Tobias)
in Vorbereitung – PAPI-Kinder-Exkursion (Grube Silberhardt)

02.04.2020 (Do) – PAPI-Kino (Capitol/James Bond)
Juni 2021 (So) – Tour de Ahrtal (Ahr/Fahrradtour/?)
04.07.2021 (So) – Siegtal pur (Sieg/Fahrrad/?) – in den NRW-Sommerferien

Wenn Du uns live und in Farbe treffen möchtest, melde Dich per Email zum nächsten regulären Stammtisch an. Dann erfährst Du, wo und wann Du Deinen Platz in unserer Mitte einnehmen kannst. Du bist uns willkommen!

Vorbereitung: Whisky Tasting

Den Whiskyfreunden unter uns PAPIs läuft schon das Wasser im Munde zusammen, wenn sie an das nächste Tasting denken. Oder wie Horst es sagen würde… „Speichelfluss setzt ein…“

Sofern es unter Einhaltung der Corona-Regeln möglich ist, werden wir uns am 13. November treffen. Motto des Whisky-Tastings sind diesmal die Schottischen Regionen und ihre hochprozentigen Vertreter. Für jede Region sollte nur ein Teilnehmer seinen flüssigen Kandidaten ins Rennen schicken. Idealerweise bleiben wir also bei Schottischen Single Malts. Regionale Überschneidungen werden bei Unvermeidbarkeit aber klaglos hingenommen.

Region – Teilnehmer – Distille/Whisky
Campbeltown – Oliver – Springbank 10 years
Islay – Tim – Port Charlotte 10 years
Highland – Frank – Dalmore oder Ardmore
Islands – Daniel – Isle of Jura Original 10 Yrs. oder Superstition
Lowlands – Heiko – Auchentoshan Heartwood
Speyside – ? – ?
? – Michael F – ?

Die vollbildtaugliche Version dieser Datei gibt es bei Wikipedia. Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz. Urheber: itguylordofthemilfs.

 

PAPI-Kartfahren zum Dritten!

Auch im Jahr 2020 wollten es sich vier PAPIs nicht nehmen lassen, sich in gesundem sportlichen Wettbewerb im Kartfahren zu messen. In diesem Jahr wollten wir zur Abwechslung mal eine neue Bahn ausprobieren und hatten uns das Kartcenter Cologne bei Rodenkirchen ausgesucht. Nach dem Eintreffen am frühen Sonntag Nachmittag stellte sich jedoch heraus, dass zwar eine vorherige Anmeldung nicht zwingend erforderlich war, aber ratsam gewesen wäre. Das Kartcenter verteilt gerade am Wochenende gerne Bahnzeiten, nach 2 Stunden Wartezeit  hätten wir diesmal fahren können. Zu lange für uns.

Schnell wurde umdisponiert. Ein Anruf im Michael-Schumacher-Kartcenter, wo man uns sagte, dass aktuell auf der Outdoorbahn wenig los sei. Ein Blick zum bewölkten Himmel und in die Wetter-App, und auf ging’s zur Bahn nach Kerpen. Erste Besonderheit hier: vor dem Kauf von Einzelfahrtickets (10 Min. = 12,50 Euro) ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Dass man für die komplett eigenständige Eingabe aller persönlichen Daten am Touchscreen schließlich auch noch einen (symbolischen?) Euro als Gebühr entrichten dürfte, fand der Autor jedoch etwas befremdlich. Den Corona-Bogen zur Erfassung entsprechender Daten mit Ankunftszeit hatten wir nämlich schon vor Betreten des Anmeldebereichs ausgefüllt.

Auf der knapp 730m langen Outdoorbahn können bis zu 23 Karts gleichzeitig ihre Runden drehen. Die 13 PS-Motoren der DIN-geprüften Karts werden mit LPG betrieben und erreichen auf der langen Geraden eine angemessene Spitzgeschwindigkeit. Während des Rennens sind die aus dem Motorsport bekannten Flaggensignale zu beachten, beispielsweise zeigt der Rennleiter durch eine blaue Flagge an, dass man ein schnelleres Kart überholen lässt. Wichtige Hinweise zum Kartfahren werden in der „Wartebox“ über Dauervideoschleife vermittelt, weitere Details finden sich auf der informativen Website (www.ms-kartcenter.de).

Zwei Rennen mit kurzem Break zwischendurch wurden absolviert, eine sogenannte „Warm-Up“-Runde zum Gewöhnen an Kart und Strecke war leider nicht vorgesehen. Im Rennen selbst konnte das ein oder andere Überholmanöver trotz kurvenreichen Streckenverlaufs erfolgreich abgeschlossen werden. „Heiße“ Zweikämpfe gab es nicht, die Fahrdisziplin überwog auch diesmal. Wie immer wurden die gemessenen Rundenbestzeiten verglichen.

Ob es eine vierte Auflage des PAPI-Kartfahrens geben wird, bleibt abzuwarten. Den wirklichen Reiz des Neuen konnte die Outdoor-Kartbahn in Kerpen beim Autor jedenfalls nicht wecken.

PAPI-Kartfahren
27.09.2020

Text: Michael F.
Bilder: Michael F., Frank R., Mika M.

Der Siegdamm – ach Radlerherz – was willst Du mehr!

Es sollte das letzte warme sonnige Wochenende in diesem Jahr werden und es war etwas in der Luft, dass fast jeden dazu inspirierte noch einmal etwas draußen zu unternehmen. Wir entschlossen uns zu einer „Tour de Sieg“, inklusive einer Teilstrecke Agger und noch „mehr Wasser“ am Ziel.
Genau auf der Grenze zwischen Troisdorf und Siegburg begann die gemeinsame Tour an der Aggerbrücke, wo sich auch die Kneipe Saga befindet und unter Musikliebhabern sehr bekannt ist. Auf dem Aggerdamm fuhren wir vorbei am Schwimmbad Aggua und am Aggerwehr, auch manchmal von den Kleinen als Wasserfall bezeichnet.

Durch die Sperrung der weiteren Strecke, mussten wir die Siegseite über die Aggerbrücke an den Mannstaedt-Werken wechseln. Ab hier ging es weiter an der Baustelle für die Erweiterung der S-Bahnstrecke Richtung Bonn.

Die Kühe, die uns jetzt eigentlich erwarten sollten, gab es aufgrund des sich ankündigenden Herbstes nicht mehr zu sehen, aber dafür eine gelungene Aussicht nach etwa neun Kilometern auf den Siegdamm mit Blick in Richtung Meindorf. Links-Siegig fuhren wir locker weiter bis zur großen Kreuzung an der Niederkasseler Straße, wo man immer mit anderen Radfahrern auf das Grün wartet. Hier noch eine kurze, aber definierte Empfehlung an die anderen Radfahrer, dass man schon an der Ampel drücken müsse. Mit dieser positiven Energie fuhren wir hoch auf den Bonner Damm, der uns die Wiesen von Schwarzrheindorf zeigte.

Unser Tagesziel war es eine Pause in Beuel zu machen. So entging uns nicht, dass der Rhein doch magisch die Velozipedisten anzieht und wir bemerkten sobald die größere Anzahl von Gleichgesinnten.

Das schöne Rheinpanorama wollten wir dann beim Nepomuk bei einer Trinkpause genießen, auch um noch einmal einen Blick zum chinesische Restaurantschiff und den vor Anker liegenden Moby Dick zu werfen.

Noch ein paar Kilometer weiter Richtung Süden und wir waren angekommen beim vor zwölf Uhr geöffneten Blauen Affen. Das Wetter spielte – nicht nur im Biergarten – so wunderbar mit, dass Hellhäutige sich schon um den Sonnenschutz sorgten.
Wie bei Biergärten üblich, luden die Biertischgarnituren zum Verweilen ein, mit wohlwollenden Panoramablick direkt auf den Rhein und auf die Spaziergänger und Radfahrer, die es auch nach draußen trieb. Nach ein bis zwei Kaltgetränken, schwangen wir uns wieder auf die Drahtesel, um die schöne frühherbstliche bunte Natur zu genießen.

Die Strecke zurück war diesmal von der anderen Seite der Sieg aus zu betrachten.

Gerade zu unausweichlich war nach einer kilometerlangen Heimstrecke auf dem Siegdamm, entlang der Eschmarer Felder, der Abstecher zum versteckten Sieglarer See.

Hier waren erstaunlicher Weise nur sehr weniger Ausflügler unterwegs, genau das Richtige für uns, um eine Pause auch hier uns zu gönnen. Der sehr bewaldete See ist hier wohl immer noch ein Geheimtipp und eher nur bei Anglern bekannt.

Am Ende der Tour waren wir doch erstaunt, dass man einen solch gelungene sonnigen Tag Ende September noch erleben kann.

Siegdamm-Radtour: 20.09.2020
Text: Mika M.
Bilder: Mika M. & Tim S.

 

Missbrauch unserer eMail-Adresse!

Leider mussten wir in den vergangenen Tagen erschreckt feststellen, dass unsere eMail-Adresse „info@…“ von Spammern missbraucht wurde. Ein uns unbekannter Spammer hat unzählige eMails versendet und unsere Adresse zur Maskierung seiner eigenen verwendet. Das hat mehrere negative Folgen:

  • Spam! Spam! Spam!
  • Falsche Verdächtigung: Die SPAM-Mails stammen nicht von uns!
    Wir versenden keine eMails an unbekannte Dritte.
  • Unser überlaufender Posteingang: Hunderte automatische Antwort-eMails fluten unseren Posteingang. (So haben wir erst von dem Missbrauch erfahren.)

Was können wir tun? Auf Nachfrage bei unserem Provider können wir nichts unternehmen, denn die missbräuchliche Verwendung einer fremden eMail-Adresse ist technisch nur durch den sendenden EMail-Provider verhinderbar. Manche lassen diese Maskierung bewusst zu. Schade. Solche Provider sollte man nicht unterstützen, bis sie ihre Sicherheitslücken schließen!

Text: Tim Stegemann
17.08.2020

Papi-Kinder-Zelten 2020 – als Kind gesehen

Lange Zeit wusste ich nicht, ob das Papi-Kinder-Zelten dieses Jahr stattfinden kann. Doch als feststand: Wir fahren auf den Zeltplatz, war ich überglücklich.

Freitag in der Schule konnte ich gar es gar nicht abwarten nach Hause zu kommen und los zu fahren. Als wir dann alle Freitagnachmittag mit Schule und Arbeit fertig waren, ging es endlich los. Aber zuerst zum Supermarkt, denn für Trinken, Essen und Marshmellos will gesorgt sein. Aber dann, als wir beim Zeltplatz angekommen sind, fühlte es sich sofort wieder gewohnt an. Alle Freunde wieder zu sehen, die man nicht jeden Tag in der Schule trifft, die Zelte aufbauen und das erste erfrischende Bad in der Sieg zu nehmen – das ist das, was man freitags tut. Und abends die ersten Marshmellos über dem Lagerfeuer rösten natürlich.

Samstags bin ich immer eine der ersten, die aufwachen. Alles ist voller Tau, aber es ist trotzdem irgendwie schön. Wenn die meisten aus den Schlafsäcken gekrochen sind, fährt immer irgendeiner Brötchen holen und der Rest macht sich fertig und deckt den Tisch. Nach dem Frühstück macht jeder, was er will, z.B. Fußball spielen, reden oder wieder in die Sieg. Die Sieg ist sowieso der Ort, an dem ich meistens bin. Man kann dort so viel machen, wie zum Beispiel nach Fischen tauchen (dieses Jahr hab ich sogar einen Aal gesehen), vom Brückenpfeiler springen oder Wasserball spielen. Man ist dort nie alleine und jeder hilft jedem z.B. auf den Brückenpfeiler zu klettern.

Alles erblaubt!

Wir sind aber nicht nur in der Sieg, wir kaufen uns auch Süßigkeiten beim Kiosk, gehen duschen oder spielen zusammen Fangen, Verstecken und Co. Wir dürfen dort alles machen, wozu wir Lust haben. Und abends dann wieder Grillen und Spiele spielen.

Sonntags ist dann schon der letzte Tag, aber wir haben alle gut geschlafen, weil nachts keine Güterzüge gefahren sind, denn die Bahnstrecke war irgendwie blockiert (also ich hab die Güterzüge schon irgendwie vermisst, ich glaub, da war ich aber die Einzige). Dann gibt’s wieder Frühstück und die Ersten bauen schon die Zelte ab. Aber auch für mich heißt es dann Sachen zusammenpacken. Wenn dann alle Zelte abgebaut sind, geht es für alle nochmal in die Sieg. Die Papas sitzen weiter oben im flachen Wasser und schauen uns zu, wie wir im tieferen Wasser noch ein letztes Mal spielen. Dann heißt es für alle Abfahrt. Ich finde, das Papi-Kinder-Zelten ist das schönste Wochenende im Jahr. Und dann auf der Straße sehe ich noch ein letztes Mal auf den Zeltplatz und rufe: Tschüss Zeltplatz, bist zum nächstenMmal!

PAPI-Kinder-Zelten 2020, 14.-16.08.2020
Text: Antonia S., 11 Jahre
Bilder: Papis

… und wie geht es eigentlich den Vätern?

Heute wurde ich zur Teilnahme an einer Umfrage der Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in Nordrhein-Westfalen eingeladen. Die Fragen haben mir gut gefallen und ich habe sie so authentisch wie möglich beantwortet. Dabei haben ich natürlich nur für mich selbst geantwortet, möchte meine Antworten aber gerne mit anderen Vätern teilen.

Bevor ich zu den Fragen und meine Antworten komme, empfehle ich gerne die Homepage der Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in Nordrhein-Westfalen zur Lektüre und Unterstützung! Außerdem freue ich mich über weitere Umfrage-Teilnehmer und verlinke das Formular der LAG Väterarbeit NRW bei Surveymonkey: (Link abgelaufen).

Hier nun die Fragen und meine Gedanken/Antworten darauf:

  1. Wie nehmt ihr/ nehmen Sie Väter momentan wahr?
    Begegnungen mit anderen Vätern waren vor Corona schon selten. Durch die vorgegebenen Verhaltensregeln kommt es nur noch in seltenen Ausnahmefällen zu direkten Kontakten zu anderen Vätern. Persönliche Gespräche sind fast vollständig verstummt.
  2. Wie haltet ihr/ halten Sie Kontakt zu ihnen?
    Technische Lösungsansetze werden verfolgt: Unser PAPI-Stammtisch hat bisher zwei Monatstreffen als Online-Konferenz gestaltet, mit nicht mal der Hälfte der üblichen Teilnehmer. Außerdem betreiben wir online einen privaten Gruppen-Chat und einen eMail-Verteiler. Nach Bedarf und Möglichkeit wird das Telefon für direkte Gespräche genutzt.
  3. Vor welchen Herausforderungen stehen Väter und wie meistern sie diese?
    Die Väter aus meinem Bekanntenkreis nehmen die veränderten Herausforderungen an. Sie passen ihr Verhalten an die neuen Regelungen an. Unverändert ist: Männer wollen funktionieren, Probleme lösen und nicht selber das Problem sein.
  4. Was stellt ihr/ stellen Sie Bezug auf die Erwerbsarbeit (Homeoffice), die Kinderbetreuung und Home Schooling fest?
    Auf allen drei Ebenen – Familie, Schule und Beruf – sind die kritischen Faktoren:
    1) Anpassungebereitschaft & Kreativität
    2) technische Ausstattung & Verständnis
    3) Motivation & Disziplin.
    Fehlt eins oder mehrere, gelingt es schlecht bis garnicht.
  5. Welche Rollenmodelle bewähren sich gerade eher?
    Auf allen drei Ebenen – Familie, Schule und Beruf – bewäht sich Teamarbeit. Jeder trägt nach eigenen Fähigkeiten sein Bestes bei. Ich beobachte gestiegene Koopreations- und Kompromissbereitschaft, Selbstdisziplin und Mäßigung des Egoismus. Es ist in den vergangenen zwei Monaten zu keinen ernsten Streitigkeiten gekommen. Ein kleines Corona-Wunder!
  6. Welche Veränderungen nehmt ihr/ nehmen Sie bei Vätern wahr?
    Väter stellen eigenen Bedürfnisse hintenan und leiden zunehmend unter der Isolation. Ich kenne niemanden, der an Corona erkrankt ist, aber viele (auch ich selbst) die sich rasant einer Depression nähern. Die unsichtbaren Kollateralschäden sind sehr wahrscheinlich erheblich größer als reale Corona-Schäden.
  7. Welche (neuen/ zusätzlichen Bedarfe von Vätern erkennt ihr/ erkennen Sie?
    Das alte – und oft negierte – Bedürfnis der Väter/Männer ist stark gestiegen: sozialer Kontakt zu als gleichartig und ebenbürtig empfundenen Vertrauenspersonen. Das fiel Männern schon vor Corona schwer, mit den Corona-Verhaltensauflagen leiden die spärlich vorhandenen Kontakte. Hoffentlich nur vorübergehend. Ein Neuaufbau ist erforderlich.
  8. Was sollten Öffentlichkeit und Politik über Väter jetzt erfahren?
    Väter leisten in Familie, Homeschooling und Beruf einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Herausforderung. Sie drücken sich nicht vor ihrer Verantwortung, sondern ordnen ihre persönlichen Bedürfnisse unter. Selbst, wenn sie selbst dadurch Schaden nehmen. Väter wollen funktionieren, Probleme lösen und nicht selber das Problem sein.

Wie denkt Ihr über das Thema und beantwortet die Fragen – für Euch selbst oder online? Fällt es Euch leicht, sich mit den Fragen auseinander zu setzen? Ich bin neugierig.

Text: Tim Stegemann
Umfrage: Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in Nordrhein-Westfalen

Trotz Kontaktsperre am PAPI-Stammtisch teilnehmen

Der 115. PAPI-Stammtisch im April 2020 fiel leider genau in die Zeit der Corona-Kontaktsperren und hätte darum um ein Haar nicht stattfinden können. Das wäre zwar verkraftbar gewesen, aber solange Mittel und Wege bestehen, Ziele zu erreichen, muss man sich diese Wege und Mittel eben erschließen.

In der Welt, Europa, Deutschland, hier und allerorten passiert gerade – neben den schrecklichen Folgen von Corona – auch so viel Wunderbares, was man bis vor wenigen Wochen nicht für möglich gehalten hat. Durch die Kontaktsperren wurden Gewohnheiten (und Trägheiten!) überwunden und neue – digitale – Fähigkeiten erlernt. Die Lernkurven steigen steil an: Schon nach drei Wochen des Experimentierens und Ausprobierens sind nicht nur im Homeoffice, sondern vor allem im Bereich Schule und Lernen, mehr Praxiserfahrungen gewonnen worden als in den letzten zehn Jahren zusammen. Digitale Schule? Geht! Ja, liebe Skeptiker, es ist nicht perfekt, aber auf dem richtigen Weg und schon viel weiter als man das vorher für möglich gehalten hat. Fasziniert beobachte ich meine Kinder in der fünften und achten Klasse, wie sie neugierig und unvoreingenommen neue Technik einsetzen um weiter am schulischen Leben teilnehmen zu können. Als ich in ihrem Alter war, konnte ich virtuos meinen Kassettenrekorder bedienen. Mehr gab es in den frühen Achtzigern noch nicht. Und heute?

Heute, zu Corona-Zeiten, stellen wir uns der Herausforderung und treffen uns von zuhause aus am virtuellen PAPI-Stammtisch, per Videokonferenz. Dazu haben wir Skype genutzt, weil es auf vielen Plattformen verfügbar ist. Notebook, Tablet, Smartphone, Windows, iOS, Android… Wenn man möchte, kann man es nutzen, sogar kostenlos. Nur die Bedienung finde ich etwas hakelig. Kann aber auch an mir liegen, dass ich mich wie der erste Mensch anstelle. Erkenntnis: Wenn man etwas neues lernen möchte, sollte man auch „altes“ Wissen wieder in Frage stellen können. Denn neues Lernen ersetzt oder ergänzt altes Wissen. Ich freue mich sehr über diese Chancen und möchte sie gerne nutzen.

Den 116. PAPI-Stammtisch möchte ich dennoch lieber wieder in physischer Gemeinschaft genießen. Wir sehen uns!

Text: Tim Stegemann

Kanutour auf der Lahn

Nachdem Martin Wolpers selig im August 2015 eine unvergessene Kanutour auf der Aggertalsperre organisiert hatte, keimte im Sommer 2018 der Wunsch nach Wiederholung. Nur zwei erfolglose Versuche später spielten Wetter und Teilnehmer zusammen: Lahn, 21. September 2019.

Die Organisation war nicht schwierig, denn Kanuverleiher gibt es an Lahn und Dill in Massen. Die Eckpfeiler Datum, Transport, Gerät, Kostenumlage und Verpflegung waren schnell eingeschlagen und dank Google-Docs und Threema-Gruppe leicht unter den Teilnehmern zu publizieren. „Läuft.“ heißt das wohl. Auch Detailplanungen wie Countdown und Fahrgemeinschaften oder „Sonderlocken“ sind bei etablierten Informationswegen kein Hexenwerk. Die Lahn ist ein langer ruhiger Fluss, eine fast ausschließlich touristisch genutzte Binnenwasserstraße mit Bootsgassen bei Gießen und Wetzlar, moderaten Stromschnellen und Selbstbedienungsschleusen weiter stromab sowie einem Schifffahrtstunnel in Weilburg. Der musste als Attraktion unbedingt befahren werden, sodass der Abschnitt Leun nach Gräveneck gewählt wurde.

Wegen der wenig flexiblen Bootübergabe klingelte am Samstag mein Wecker um sechs Uhr und es war noch dunkel. Eine Radfahrt zum Bäcker, ein Kaffee, einen Kakao und zwei Croissants später waren die Brötchen geschmiert, die Ortliebs (das sind wasserdichte Stausäcke mit Knebelverschluss der gleichnamigen Firma) gegriffen und in „le bateau“ verstaut. Ein anderer Papi und Tochter stiegen zu und wir brausten die A3 nach Limburg und über schnörkelige Landstraßen nach Gräveneck. Der RMV-Fahrkartenautomat war weniger zickig, als im Usenet kolportiert wird, und gab die gewünschten 5er- Gruppentageskarten und ein Kinder-Einzelfahrschein aus, womit sich die Tarif-Exegese bezahlt gemacht hat. Kurz darauf trafen die übrigen Papis, Töchter und Mami ohne Stau pünktlich und die Bahn nach Fahrplan pünktlich ein – Plan B konnte liegen bleiben. Vereinzelt gab es Stimmen, es sei kühl. Wenn es gegen neun am Tag des Äquinoktiums im Herbst kühl ist, handelt es sich um Organsationsversagen. Die Bahn war geheizt. Sie hatte eine Toilette, die gern genutzt wurde, weniger wegen Geruchs oder Brennens in den Augens, eher wegen Alleinstellung.

In Leun wartete Finn vom Verleiher schon mit den Booten auf dem Anhänger. Er teilte Rettungswesten nach Gewicht, Paddel nach Länge und Staugefäße aus. Eine kurze Einweisung zu Steuern, Stauen, Paddeln später setzten wir an der Mündung des Iserbachs ein. Zuerst der Familienvierer, dann der Zweier mit Alleinreisendem, dann der gemischte Dreier mit „Kielschwein“, der jüngsten, die nicht paddeln muss. Das Organisationsversagen konnte kurzfristig behoben werden, es wurde warm.

Die Lahn mäandert – wir mäandern mehr. Auch wenn abwechselnd rechts und links jemand ein Paddel durch das Wasser zieht, fährt ein Kanadier nicht geradeaus, denn Kraft und Geschick und Taktgefühl unterscheiden sich heftig. Das tat der Laune keinen Abbruch, einigen Zweigen schon.

Auf dem Weg zur ersten Schleuse in Löhnberg ging einigen das Wasser aus. Mit etwas Übung kann man Stromschnellen erkennen und den Pfad darin lesen, aber das war nicht ausreichend gezeigt worden. Dafür wies die typische Ruckelei der Insassen schon auf große Entfernung den folgenden Booten den Weg. Der Kiesbagger leistungshalber geht an den Zweier mit Alleinreisendem für zweimalige Grundberührung, der Kiesbagger ehrenhalber an den Familienvierer für eine Grundberührung (die erste außerdem) und die des Auflaufens Unfähigen gehen leer aus. Die Stauhaltung Löhnberg deutete sich recht bald durch nachlassende Strömung und größere Wassertiefe an.

An der Schleuse Löhnberg war Halbzeit und das Ende des Gießener Beckens erreicht, ab dort wird das Lahntal enger, die Berge zwängen den Fluss zunehmend ein. Wir wurden von anderen Kanuten geschleust, die schon vor uns angelegt hatten. Nach der Talschleusung schoben wir ein Picknick auf der Schleuseninsel ein und sahen Angler, die nichts fingen. Auf dem Weg nach Weilburg wurde der Alleinreisende langsam unruhig, denn eine Verabredung hinderte ihn an der Teilnahme bis zum Ende. Er stieg unmittelbar vor dem Schifffahrtstunnel in Weilburg aus, wo für die anderen die Gaudi begann. Sein Platz wird von einem Mädel aus dem Familienboot übernommen.

Der Tunnel ist nur etwa 200m lang, man sieht beide Enden, aber am talseitigen ist eine Koppelschleuse mit Selbstbedienung. Vor den Obertoren lagen zwei Einerkajaks, deren Insassen natürlich nicht zur Schleusung ausstiegen. Also drängte eins unserer Boote zur Leiter, um die selbstbediente Schleuse zu öffnen.

Alle Lahn-Schleusen sollen mit gefüllter Kammer und geschlossenen Toren und Schützen zurückgelassen werden. Wer an eine Schleuse kommt, muss nur das Obertor öffnen, um einzufahren. Dann werden die oberen Stemmtorflügel geschlossen und im Untertor die Schütze geöffnet, um das Wasser abzulassen. Irgendwann ist der Wasserspiegel in der Kammer dem des Unterwassers gleich, dass man mit den Tummelbäumen die Untertorflügel öffnen kann. Während die Boote ausfahren, kann man die Schütze des Untertors schließen, nach dem letzten Boot das Untertor selbst und danach die Schütze des Obertors öffnen, um die Kammer wieder zu füllen. Bei der Koppelschleuse am Weilburger Tunnel schließt sich unmittelbar an die obere Kammer die untere Kammer an, aber der Ablauf ist gleich.

Während unsere Boote einfuhren, schaute eine der Töchter noch in den Tunnel, ob weitere Boote kämen, denn in der Kammer war Platz und man wartet länger auf einen Schleusengang als auf eine Tunneldurchfahrt. Doch kurz vor unserer Überfahrt in die untere Kammer versuchten ein paar Kerle, die Schütze des Obertors zu öffnen, was den Schleusengang wenigstens verlängert oder gar unmöglich gemacht hätte. Drei Mädels hatten großen Spaß, die Koppelschleuse zu bedienen.

Unterhalb von Weilburg liegt die Lahn in einem engen Tal, sonnig warme Abschnitte wechseln sich mit kühlen im Schatten der Hänge ab. In den Booten macht sich Erschöpfung breit, die Jüngste schläft im Sitzen, den Kopf auf einer Kiste, der einzige Junge schaut in die Landschaft. Es sind also noch ein Familiendreier mit Loch – oft sogar Familienzweier mit Loch und Kielschwein – ein gemischter Dreier und ein Zweier „mit mit Kielschwein“ unterwegs. Doch bevor die Paddelei zur Tortur wird, ist Gräveneck erreicht, wo die Boote ausgesetzt, grob gereinigt und nach telefonischer Ansage des Verleihers mit Ausrüstung kieloben abgelegt wurden. Eine Pizzeria am Campingplatz bot eine sonnige Terrasse, Erholung und leckere Verpflegung, ehe wir alle in den Sonnenuntergang auf der A3 fuhren.

21.09.2019 – PAPI-Kanu
Text: HCA
Bilder: verschiedene

Fussball-Tippspiel 19/20

Bisher tippten wir die wöchentlcihen Fussball Bundesligaspiele nur im kleinen Kreis. In der kommenden Bundesligasaison 2019/2020 werden wir uns mit Sven Pistor vom WDR 2 messen – und mit tausenden anderen Hörern von WDR 2 Liga Live!

Mitmachen
Um am 16.08.2019 mitspielen zu können, musst Du Dich vorher registrieren. In Deinem Profil kannst Du unter ‚Meine Tipprunde‘ Mitspieler von „PAPI-Stammtisch Siegburg“ werden und Dich direkt mit den anderen Papis vergleichen.

Zuhören
An Spieltagen überträgt der WDR 2 Liveberichte von der ARD Bundesliga-Konferenz natürlich im Radio (UKW 100,4 / DAB+ Block 11D) als Livestream im Web auch als App. Es hat ja nicht jeder ein Pay-TV Abonnement.